www.kriditsch.wordpress.de

Februar 1, 2009

Die Schattenkrieger – „Frieden durch Dialog“

 

Um die globalen Machtansprüche einer Selbsternannten „Welt-Elite“ durchzusetzen sind Krisen und Kriege ein wilkommenes Mittel zum Zweck.

Im Schatten dieser „Kräfte“ bewegen sich, stets um Einfluß und auf Selbstbehauptung bemüht, der Großteil unserer „Volksvertreter“ in Deutschland und der der politischen Führung der gesamten Europäischen-Union und die der NATO-Staaten. „Solidarisch“ und „Uneingeschränkt“ wird sich hier hinter die „Angriffskriege“ und „Vergeltungsschläge“ der USA, und jüngst zum Beispiel, der Israels positioniert. Das Sterben unschuldiger Menschen wird hingenommen, der „Macht“ willen. Aus den niederen Beweggründen sich einen Platz an dem Tisch der „Weltenlenker“ zu sichern, oder sich selbst zumindest dafür berufen zu sehen ein Mitspracherecht bei dem Thema „Machtverteilung“ zu haben, und sich so einer von Hass erfüllten, perversen und Menschenverachtenden Politik zu unterwerfen, deren „Vordenker“ für sich das Recht der Allmacht verbuchen und die Welt in einen Krieg nach dem nächsten stürtzt.

Institutionen wie die NATO dienen der Wegbereitung dieses Wahnsinns. Seit nun 60. jahren verbreitet die NATO Angst, Leid, Schrecken und Tod unter hundertausenden unschuldigen Menschen, für die „Belange“ einer kleinen Gruppe Menschen, die dafür alle Schuld trägt und dessen mitverantwortlich auch die Politik in Berlin ist.

In wenigen Tagen beginnt das in München alljährlich statfindende Elite-Treffen, internationaler „Entscheidungsträger“ aus der Politik mit den Fachmännern „wichtiger“ Wirtschaftsunternehmen und den „Wehr-“ und „Sicherheitsstrategen“ des Militärs, und mit Sicherheit werden auch die „Spezialisten“ und ihres Zeichen „Waffenhändler“, der Rüstungsindustrie, natürlich nicht fehlen. Die „Sicherheitskonferenz“. Frau Bundeskanzlerin persönlich wird die Eröffnungsrede halten.

Als Motto der „Sicherheitskonferenz“ gilt: „Frieden durch Dialog“.

Was darunter zu verstehen ist lässt sich kurz mit den Worten des neuen Leiters der „Sicherheitskonferenz erklären, Ischinger, der wie er sagt auf die „Kraft der Argumente“ setzt und sich nicht scheut auch gleich zu erwähnen welche „Kraft“ ihm da so vorschweebt, eine „schlagkräftige“, ja und vor allem eine „abschreckungsfähige militaerische“. (Dazu: Sicherheitskonferenz – Merkel hält Eröffnungsrede, Ischinger setzt auf Körber und Kriegsgegnen dagegen )

Kriege sind gewollt. Kriege werden gemacht. Und es wird darüber verhandelt, hier wird Krieg Geschäft, hier in München auf der Sicherheitskonferenz“.

Die Aktuelle Situation, der Krieg in Gaza mit all seiner Grausamkeit, aber auch Afghanistan, der Irak und die Kriege in Afrika sollten uns verdeutlichen das dieser von einer selbsternannten Elite propagierten „Kriegstreiber-Politik“, deren Vertreter sich nicht schämen, Krieg und damit den Tod hunderttausender Menschen als „alternativlos“ und „hinnehmbar“ zu erklären, strikt abzulehnen ist. Hier muß mit aller Schärfe und Deutlichkeit Widerstand geleistet werden.

Internationale Organisationen aus der Friedensbewegung haben sich im Vorfeld der „Sicherheitskonferenz“ für gemeinsame Proteste zusammengetan.

Die Proteste werden als wichtige Etappe für die mobilisierung gegen den im April stattfindenden „NATO-Kriegsgipfel“ genutzt. (Dazu: Sicherheitskonferenz / NATO-Gipfel – Friedensbewegung mobilisiert gegen Kriegs-Politik )

Den Feierlichkeiten zum 60. bestehen der „Kriegs-Alianz“ und der „Sicherheitkonferenz“ werden sich in diesem Jahr tausende Menschen mit vielen hunderten verschiedenen Protestaktionen und zu hoffen ist mit großem Erfolg, entgegen Stellen.

 

Internationaler Appell der Friedensbewegung

Nein zum Krieg – Nein zur NATO

 Aufruf des „Aktionsbuendnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz“

http://www.muenchner-friedensbuendnis.de/archiv/Siko/09GegenSiko.php

 

Mehr Information:

http://sicherheitskonferenz.de/

http://natogipfel2009.blogsport.de/

60. Jahre mörderische Politik sind genug!

 

 

Januar 27, 2009

Sicherheitskonferenz – Merkel hält Eröffnungsrede, Ischinger setzt auf Körber und Kriegsgegner dagegen

 

Frau Bundeskanzlerin wird mit einer Rede am 6. Februar die 45. Münchner Sicherheitskonferenz im Luxushotel Bayrischer Hof eröffnen,(1). In einer Auftaktveranstaltung wird Frau Bundeskanzlerin den neuen „Schirmherrn“, der ehemaligen „Wehrkundetagung“, heute „Sicherheitskonferenz“, Wolfgang Ischinger in sein Amt einführen, der die Nachfolge von Horst Teltschik antritt.

Wie seit 1962 Tradition treffen sich Anfang Februar internationale Politiker, Vertreter des Militärs und der Wirtschaft und, nicht zu vergessen, die Spezialisten der Rüstungsindustrie zur Sicherheitskonferenz in München. Auf der Gästeliste stehen unter anderem Europas größter Kriegswaffenproduzent EADS, die Siemens AG, der Münchner Panzerbauer Kraus-Maffei-Wegmann, Diehl & Co, Rohde & Schwarz, Rheinmetall bis hin zum weltweit größten Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing.

Über den „parteilosen SchwabenIschinger weiß ein Artikel der Friedens AG zu berichten, das der nach einer zweijährigen Tätigkeit bei UN-Generalsekretär Kurt Waldheim 1975 in den Auswärtigen Dienst eintrat und als Botschafter unter anderem nach Paris und Washington geschickt wurde. „Von 1993 bis 1998 war er unter Minister Kinkel Politischer Direktor im Auswärtigen Amt, in den folgenden drei Jahren unter Fischer Staatssekretär. Pünktlich zum 11. September 2001 wurde er erneut Botschafter in den USA und wechselte 2006 in derselben Funktion nach Großbritannien. Obwohl er im Mai 2008 in die Privatwirtschaft ging – als »Global Head of Governmental Affairs« des Allianz-Konzerns –, wird er auf der Website der Sicherheitskonferenz weiter als Botschafter geführt.(3)

Ischingerder erfahrene deutsche Spitzendiplomat“ war schon zuvor 10 Jahre lang für die organisation der Sicherheitskonferenz mitverantwortlich, mit ihm soll sie - frei von protokollarischen Zwängen offizieller Gipfel – als Bühne für die außenpolitischen Interessen der deutschen Bundesregierung ausgebaut werden.(2) So kündigte Ischinger im Vorfeld eine von ihm ins Leben gerufene Kooperation mit der Körber-Stiftung den „Munich Young Leaders Round Table on Security Policy“ an, mit der solle der „außenpolitische Führungsnachwuchs“ gefördert werden, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Körber-Stiftung und Sicherheitskonferenz.(„Vater“ der Körber Stiftung Kurt A. Körber war zur Zeit des zweiten Weltkriegs Direktor einer Maschinenfabrik und erfand angeblich ein Ortungsgerät, welches beim Militär gut ankam. Später gründete er die Körber AG, die zu beginn der 80er Jahre zum Weltmarktführer in der Schleifmaschinentechnik wurde. Mit der Technik der Körber AG wurden auch Teile des Kampfflugzeugs Tornado hergestellt.) Die Gruppe des Munich Young Leaders Round Table on Security Policy setzt sich aus ca 25 jungen Vertretern von Regierungen, Parlamenten, Think Tanks und Unternehmen aus Deutschland, weiteren NATO-Mitgliedstaaten sowie verschiedenen Staaten Osteuropas, Nordafrikas und des Nahen und Mittleren Ostens zusammen. Die sich unter den Vertretern befindenten deutschen rekrutieren sich aus dem Körber-Netzwerk Außenpolitik, einer Gruppe ausgewählter jüngerer Mitarbeiter der Bundesregierung, des Bundestages sowie verschiedener Think Tanks und Unternehmen. Dr. Klaus Wehmeier, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Körber-Stiftung: „Der Munich Young Leaders Round Table ist eine innovative Ergänzung des Körber-Netzwerks Außenpolitik, in dem wir seit drei Jahren einen kleinen Kreis jüngerer Berliner Außenpolitiker fördern. Mit dieser Kooperation bieten wir zukünftigen Entscheidungsträgern die Chance, Impulse in den sicherheitspolitischen Diskurs einzubringen und ihre Netzwerke zu stärken“.(4)

Ganz dem Motto der Konferenz nach: „Frieden durch Dialog“.

Seit 2002, als es erstmals zu Massenprotesten der Antikriegsbewegung gegen diese Militärtagung kam, sind die Organisatoren der Tagung darum bemüht, sich gegen die Vorwürfe zu rechtfertigen, die Münchner Sicherheitskonferenz diene der Vorbereitung und Propagierung von weltweiten Kriegseinsätzen der NATO-Staaten. Um der NATO-Tagung einen friedenspolitischen Anstrich zu geben, erfanden die Veranstalter ein neues Konferenz-Motto: „Frieden durch Dialog“(5).

In diesem Sinne stehen die Bemühungen, um die von Ischinger betonten Forderungen, im Interview der Woche vom 17. Januar des Südwestrundfunks (6), die USA müsse direkte Gespräche mit dem Iran aufnehmen und das „seit 30 Jahren bestehende Tabu der Beziehungen zu Teheran“ überwinden. Er erwarte, sollten die USA sich als „konsensbildende Führungsmacht“ etablieren indem sie auf die „Kraft der Argumente“ setze, eine Verbesserung der transatlantischen Beziehungen.

Mit dem Bezug auf Afghanistan sprach Ischinger sich für eine „schlagkräftige und abschreckungsfähige militärische Präsenz“ aus und unterstrich in Afghanistan würden die USA auch unter Obama ihre Truppen verstärken. Auch auf Deutschland kämen sicherlich neue Anforderungen zu. Um sich dann aber doch versöhnlich, und frei dem Motto „Frieden durch Dialog“, zu zeigen setzt Ischinger nach:„ Die nicht-militärischen Mittel und Wege sind in der Regel eigentlich noch wichtiger als die militärischen.“ Der Konflikt in Afghanistan müsse politisch gelöst werden, militärische Lösungen führten nur zur Lösung militärischer Probleme.

Doch bei aller Bemühung von Ischinger, den scheinbar Gutmenschen der Körber-Stiftung und den zu erwartenden „tollsprech“ unserer Frau Bundeskanzlerin, wissen wir, um was es bei der Sicherheitskonferenz wirklich geht.

NICHT UM SICHERHEIT, SONDERN UM KRIEGSVORBEREITUNGEN !

Hier werden Militärstrategien koordiniert, weltweite Interventionspläne abgesprochen, Kriegskoalitionen geschmiedet und sich über Rüstungsgeschäfte unterhalten. In den letzten Jahren wurden hier der Golfkrieg 1991, der völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen Jugoslawien 1999, der „Krieg gegen den Terror“ in Afghanistan seit 2001 und im Irak seit 2003 ausgehandelt.

Aus dem Protestaufruf des Münchener-Friedensbündnis:

Die wirtschaftlich und politisch Mächtigen der Welt, insbesondere der USA, Deutschlands und der anderen EU-Staaten beanspruchen für sich das Recht „auf ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“ (Wortlaut der verteidigungspolitischen Richtlinien der Bundeswehr). Sie wollen ihre wirtschaftlichen Interessen und globalen Machtansprüche auch mit militärischer Gewalt durchsetzen. Folgen einer solchen Gewaltpolitik sind globale Verarmung, Zerstörung demokratischer und sozialer Rechte und die Vernichtung natürlicher Lebensgrundlagen.

Im Rahmen ihrer gemeinsamen Außenpolitik setzen die Regierenden Deutschlands und der anderen EU-Staaten auf die Militarisierung und Abschottung Europas. Dazu gehören die Interventionstruppen, ebenso die rassistischen Ausländergesetze, die faktische Abschaffung des Asylrechts und die Errichtung von „Auffanglagern“ in Nordafrika. Vor den Toren Europas herrscht tödliche Gewalt gegen MigrantInnen.

Eurer Politik setzen wir weltweit Widerstand entgegen. Die NATO-Militärtagung verdient wie in den vergangenen Jahren eine gebührende Antwort: Massenhaften Protest und Widerstand!

  • Stoppt die weltweite Kriegs- und Besatzungspolitik der NATO-Staaten

  • Für ein soziales Europa – Keine EU-Militärmacht

  • Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr – Gegen jegliche deutsche Kriegsunterstützung

  • Internationale Solidarität gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Rassismus

  • Öffnung der Grenzen statt Stacheldraht und Lager – Fluchtursachen bekämpfen

  • Abrüstung und Umverteilung von oben nach unten statt sozialer Demontage“

Mehr: www.muenchner-friedensbuendnis.de

Bereits zum achten Mal kündigt das Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz eine Großdemonstration (den 7. Februar) gegen die Kriegspolitik an. In diesem Jahr sind die Münchner Proteste bundesweit zugleich Auftakt zur internationalen Mobilisierung gegen den NATO-Gipfel zum 60. Geburtstag des westlichen Militärbündnisses in Strasbourg und Baden Baden.

Mehr: sicherheitskonferenz.de

 

  1. http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-merkel-eroeffnet-sicherheitskonferenz_aid_364927.html

  2. http://www.akweb.de/ak_s/ak535/05.htm

  3. http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Sicherheitskonferenz/2009-presse.html

  4. http://www.koerber-stiftung.de/internationale-politik/politische-fruehstuecke/presse/pressemeldungen/presse-details-int-pol/artikel/koerber-stiftung-und-muenchner-sicherheitskonferenz.html

  5. http://www.muenchner-friedensbuendnis.de/archiv/Siko/06GegenSiko.php

  6. http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/interview-der-woche/-/id=659202/nid=659202/did=4267246/1wtfd84/index.html

 

 

 

 

Januar 9, 2009

Sicherheitskonferenz / NATO-Gipfel – Friedensbewegung mobilisiert gegen Kriegs-Politik

 

Auch 2009 wird sich in den Räumlichkeiten des Nobelhotels Bayrischer Hof in München die Riege der Kriegstreiber, aus den NATO und EU-Staaten, bestehend aus Politikern, Vertretern des Militärs und der Wirtschaft und den Spezialisten der Rüstungsindustrie, anlässlich der jährlich stattfindenden „Sicherheitskonferenz“ zusammenfinden, um sich hier vom 6. bis zum 8. Februar über „globale Militärstrategien, Kriegseinsätze und Rüstungsgeschäfte“ (sicherheitskonferenz.de)zu unterhalten.

Wie in jedem Jahr findet dieses Treffen auf die Einladung eines privaten Schirmherren statt, dieses Jahr ist dies erstmals Wolfgang Ischinger. Als „Global Player“ (über-)beschreibt Jürgen Elsässer ihn in einem Artikel (www.uni-kassel.de/) Ischinger, der „eher für Machiavellismus und Globalismus“ stehe als sein Vorgänger, „ dem nationalen BiedermeierHorst Teltschik, „der den Militaristenauftrieb seit 1999 leitete“.

Sicherheitskonferenz – Militaristenauftrieb – Die 45.

Laut Wolfgang Ischingerdas wichtigste Forum zum Gedankenaustausch von Entscheidungsträgern der internationalen Sicherheitspolitik“ (euro-police.noblogs.org).  

Diese von jenen „Entscheidungsträgern“ forcierte Politik bedeutet, seit Jahrzehnten, für Millionen von Menschen, Unterdrückung, Ausbeutung, Leid, Misshandlung, Folter und Krieg. Die Aktuelle Situation, der Krieg in Gaza mit all seiner Grausamkeit, aber auch Afghanistan der Irak und die Kriege in Afrika sollten uns verdeutlichen das diese Kriegs-Politik strikt abzulehnen ist und hier mit aller Schärfe und Deutlichkeit Widerstand geleistet werden muss. Kriege und Krisen sind willkommen und gewollt, so scheint es, und es sträuben sich mir die Haare lese ich solche zynischen Sätze: „Auch in der Politik sind viele Errungenschaften ohne vorangegangene Krise kaum denkbar: Die Europäische Union von heute wäre ohne die große Krise Europas, die zwei Weltkriege hervorgerufen hatte, nie zustande gekommen.“ Von wegen jede Krise schaffe auch etwas Gutes. Das aus dem Mund des Schirmherren Ischinger (www.uni-kassel.de)  

Zahlreiche Organisationen aus der Friedensbewegung haben sich im Vorfeld der „Sicherheitskonferenz“ für gemeinsame Proteste zusammengetan und Aufrufe verfasst in dem sie zu zivilem Ungehorsam und gemeinsamen Aktionen gegen die Münchener Sicherheitskonferenz im Februar und dem NATO-Gipfel im April mobilisieren wollen. Mit Flugblättern, Veranstaltungen, Presseberichten und diversen Internetauftritten wird versucht so viele Menschen wie möglich zu erreichen und ihnen genug Hintergrundinformationen über die verheerende Kriegspolitik der NATO zu liefern. Am 4.+5. Oktober trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von Friedensbewegungen aus 16 europäischen Ländern in Stuttgart, um Proteste zum NATO-Gipfel im April 2009 zu beraten. Dabei wurde ein Appell verabschiedet, der hier dokumentiert ist: Nein zum Krieg – Nein zur NATO . Oder zum Beispiel die Informationsstelle Militarisierung: Zum mittlerweile elften Mal fand am 8./9. November in Tübingen der alljährliche Kongress der Informationsstelle Militarisierung (IMI) statt. Insgesamt über 150 Menschen beschäftigten sich dort mit dem Thema “Kein Frieden mit der NATO!” 

Im Dezember 2008 haben sich mehr als 50 Organisationen in einem Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz zusammengefunden und den Aufruf „Kein Frieden mit der NATO-Kriegspolitik!“ unterzeichnet. Das Aktionsbündnis stellt darin klar das sie sich der -wie es hier heißt, „NATO-Sicherheitskonferenz“- „mit vielfältigem und kreativem Protest und Widerstand gegenüberstellen werden. Weiter heißt es: „Wir widersetzen uns einem kapitalistischen Machtsystem, das für Profit über Leichen geht, keinen Frieden ohne Krieg kennt und seine ökonomischen Interessen sowohl militärisch als auch über Institutionen wie WTO, IWF, Weltbank oder die G8 durchsetzt.
Die Proteste gegen die
Sicherheitskonferenz nutzt das Aktionsbündnis zum „Auftakt“ für die internationale Mobilisierung gegen die „NATO-Propaganda-Show“ Anfang April in Straßburg und Baden Baden. Vom 3. bis zum 4. April wird dort der NATO-Gipfel stattfinden, mit Feierlichkeiten zum 60jährige bestehen des „Kriegsbündnisses“. (Am 4. April 1949 war der Vertrag zur Gründung der NATO unterzeichnet worden -Deutschland ist der NATO 1955 beigetreten.) Ebenfalls der französische “Mouvement de la paix” und der Bundesausschuss Friedensratschlag werden den Doppelgipfel zum Anlass für eine gemeinsame internationale Protestaktion nehmen. 60 Jahre NATO sind 60 Jahre zufiel! Hört man dort.(http://www.unikassel.de/fb5/frieden/themen/NATO/gipfel2009.html 

Auch auf dem IMI Kongress 2008 wurden die Proteste im Rahmen der NATO Sicherheitskonferenz als wichtige Etappe bei der Vorbereitung auf den NATO-Gipfel genannt. Der Bericht des IMI-Kongresses 2008 verdeutlicht „wie wichtig es ist, dass die unterschiedlichen Spektren in der Friedens- und Anti militaristischen Bewegung und darüber hinaus gemeinsame Aktionen zustande bringen. Es wurde angeregt, Gewerkschaften und die Kirchen in die Vorbereitung einzubeziehen. Auch wurde die Notwendigkeit unterstrichen, anderen linken Gruppen, die sich nicht hauptsächlich mit Themen wie Krieg, Frieden und Militär beschäftigen, die Bedeutung der NATO auch für Themen wie Umweltschutz, Welthandel, Repression und den Schutz von Menschenrechten zu vermitteln.“(http://www.imi-online.de/2008.php3?id=1844)

60 Jahre mörderische Politik, sind genug!

 

Dezember 1, 2008

Nein zum Krieg – Nein zur NATO

Gespeichert unter: Standpunkte — Johannes @ 7:12
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Internationaler Appell der Friedensbewegungen

Am 4./5. Oktober trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von Friedensbewegungen aus 16 europäischen Ländern in Stuttgart, um Proteste zum NATO-Gipfel im April 2009 zu beraten. Dabei wurde ein Appell verabschiedet, der hier im Folgenden dokumentiert ist:

Stuttgart am 5. Oktober 2008
Aus Anlass des 60. Geburtstages des NATO-Militärbündnisses rufen wir alle Menschen auf, im April 2009 nach Straßburg und Kehl zu kommen, um gegen die aggressive Militär- und Nuklearpolitik der NATO zu demonstrieren und unsere Vision einer gerechten Welt ohne Krieg zu beteuern.
Die NATO ist ein wachsendes Hindernis für den Frieden in der Welt. Seit dem Ende des Kalten Kriegs hat sich die NATO als Mittel für militärische Aktionen der „internationalen Gemeinschaft“ neu erfunden, einschließlich der Forcierung des sogenannten „Kriegs gegen den Terror“. In Wirklichkeit ist sie ein Vehikel für den Einsatz von Gewalt unter Führung der USA mit ihren Militärstützpunkten auf allen Kontinenten; handelt an den Vereinten Nationen und am Völkerrechtssystem vorbei; sie beschleunigt die Militarisierung und sie erhöht die Rüstungsausgaben. Die NATO-Staaten sind für 75 Prozent der globalen Militärausgaben verantwortlich. Seit 1991 betreibt die NATO diese expansionistische Politik mit dem Ziel, ihre strategischen und Ressourceninteressen zu vertreten. Die NATO hat auf dem Balkan unter dem Deckmantel der sog. „humanitären Intervention“ Krieg geführt und sie führt seit 7 Jahren einen brutalen Krieg in Afghanistan, wo die tragische Situation eskaliert und der Krieg sich nach Pakistan ausgebreitet hat.
In Europa verschärft die NATO Spannungen und befeuert den Rüstungswettlauf mit der sog. Raketenabwehr“, einem massiven Atomwaffenarsenal und einer atomaren Erstschlagstrategie. Die Politik der EU wird immer enger an die NATO angebunden. Die andauernde und potentielle Erweiterung der NATO nach Osteuropa und darüber hinaus und ihre „out-of-area“-Einsätze machen die Welt unsicherer. Der Konflikt im Kaukasus ist ein klarer Hinweis auf die Gefahren. Mit jeder Erweiterung der NATO-Grenzen wächst die Möglichkeit eines Krieges – einschließlich des Einsatzes von Atomwaffen.
Um unsere Vision einer friedlichen Welt zu erreichen, lehnen wir militärische Antworten auf globale und regionale Krisen ab – sie sind Teil des Problems und nicht der Lösung. Wir weigern uns, unter dem Terror von Atomwaffen zu leben, und widersetzen uns einem neuen Rüstungswettlauf. Wir müssen die Militärausgaben reduzieren und die dadurch frei werdenden Ressourcen zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse einsetzen. Alle ausländischen Militärstützpunkte sind zu schließen. Wir lehnen alle militärischen Strukturen ab, die für Militärinterventionen genutzt werden. Wir müssen die Beziehungen zwischen den Völkern demokratisieren und demilitarisieren und neue Formen der friedlichen Zusammenarbeit einrichten, um eine sicherere und gerechtere Welt zu schaffen.
Wir bitten Sie/euch, diesen Aufruf in Ihren/euren Gemeinden und Bewegungen zu verbreiten und nach Straßburg und Kehl zu kommen, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Wir glauben daran, dass eine friedliche Welt möglich ist.

Nein zum Krieg – Nein zur NATO

Die Protestaktivitäten anlässlich des NATO-Gipfels 2009 bestehen aus einer Demonstration (Samstag, 4. April 2009), einer internationalen Konferenz (Donnerstag, 2. April, bis Sonntag, 5. April), einem internationalen Widerstands-Camp (Mittwoch, 1. April, bis Sonntag, 5. April) sowie Aktionen des zivilen Ungehorsams.

Quelle: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/NATO/60/appell-stuttgart.html

Mehr Information zur 60 Jahre NATO auf der Sonderseite der AG Friedensforschung

 

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