www.kriditsch.wordpress.de

Januar 26, 2009

Jahresabrüstungsbericht 2008 -Bemühungen?

  

Mit dem „Jahresabrüstungsbericht 2008(zum Bericht) wird auf mehr als 200 Seiten versucht die „Bemühungender Bundesregierung, um „konkrete Fortschrittebei der „Nichtverbreitungund „Abrüstungaufzuzeigen. Folgt man den Ausführungen des Berichts, so ist, nach eigener Aussage, die Kernaussage, das Deutschland „auch2008 nachdrücklich für die Stärkung bestehender multilateraler Verträge zur „Nichtverbreitungund „Abrüstungeingetreten ist. Als Erfolg wird hierzu die Unterzeichnung des Abkommens über Streumunition durch 95 Staaten, Ende letzten Jahres gewertet. Dies unterstreiche die wirkungsvolle Arbeit, der Bundesregierung mit den „Partnernin der EU und NATO, für eine „internationale Rüstungskontrollpolitik, und man werde sich auch gemeinsam für eine Stärkung des sogenannten „Nichtverbreitungsvertrageseinsetzen. Es „bleibeZiel der Bundesregierung die „Nichtverbreitung von Waffen und Massenvernichtungsmitteln zu sichern.

Die LINKE räumt in einer Reaktion ein das es der Bundesregierung in sachen „substanzieller Abrüstungspolitik an der nötigen „Eigeninitiativemangeln würde, dies trete in dem Bericht deutlich zutage. Es sei „Zeit für konkrete Taten statt zuversichtlicher Worte.

Ein schier ganz anderer Eindruck über Bemühungenund „konkrete Fortschritteder Bundesregierung ensteht auch, schaut man sich zum Beispiel die Rüstungsexportberichte der letzten Jahre an. (Rüstungsexportbericht 2007 – „Kein Trend zum besseren“)

Aus dem am 8. Dezember 2008 der Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung(GKKE) vorgelegten Jahresbericht der deutschen Rüstungsexporte für das Jahr 2007 geht unter anderem hervor das die Ausfuhrlizenzen für Kleinwaffen an Drittstaaten, gemeint sind Länder, die nicht zu EU oder NATO gehören, von 15,6 Millionen Euro auf 30,2 Millionen Euro gestiegen sind. Zu den Empfängerländern gehören Saudi Arabien, Malaysia und Mexiko, Länder die von der GKKE und auch UN als „hochproblematischeingestuft werden.

Soviel zu dem Thema „internationales Rüstungskontrollgesetz“.

Und von wegen „Bemühungen“, um die Aufklärung der, vor fast einem halben Jahr, in Georgien aufgetauchten G36-Gewehre des deutschen Rüstungskonzerns Heckler & Koch, fehlen immer noch „konkrete Fortschritte“ der Bundesregierung.

Ein schönes Bild der „wirkungsvollen Arbeit unserer Politiker ergibt sich auch bei der Betrachtung des Haushaltsplan 2009 (Rüstungshaushalt 2009 – die „Option“ zum Kriegführen) : 33,5 Milliarden Euro werden in diesem Jahr für Bundeswehr und Rüstungsgüter zur Verfügung gestellt. Geld was notwendig gebraucht wird um sich weiter an den Einsätzen der NATO und EU, sei es auf dem Balkan, in Afghanistan oder aber auch vor der Küste Somalia zu beteiligen. Geld was für den Umbau der Truppe zu einem verlässlichen und starken Partner der Staatengemeinschaft, einer „weltweit einsetzbaren Interventionsarmee, gebraucht wird.

Ja starke Partner!

Einer dieser „Partner, die NATO. Das „Verteidigungsbündnis für amerikanische außenpolitische Interessen. Seit der Zeit des KALTEN-KRIEGES Antreiber weltweiter Rüstungsbemühungen die sich seit dieser Zeit bis heute durch eine alles verachtende und alles zu vernichtend drohende „Kriegs-Politik nährt, zum Leid hunderttausender unschuldiger Menschen die den Ideologien des Kriegs und den Strategien der Kriegstreiber inErstschlägen, „Verteidigungsangriffen, in einem „Akt der Befreiung oder im „Krieg gegen den Terror zum Opfer fallen.

Ein wahrhaftig Starker Partner!

Der andere „Partner, die EU, welche sich immer mehr an der „Kriegs-Politik der großen Schwester orientiert und in welcher sich die Speichel lecker der Kriegstreiber und der Rüstungsindustrie umtreiben die mit dem Lissabon-Vertrag auf ein noch zügelloseres Voran preschen der militarisierung europäischer Innen- und Außenpolitik warten.

Januar 18, 2009

DAKS-Kleinwaffen-Newsletter Januar 2009

 

Auch in diesem Monat möchte ich auf die Arbeit des Deutsches Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS) aufmerksam machen. Monatlich erscheint auf der Internetseite des RüstungsInformationsBüro (RIB) der DAKS-Newsletter, der die Öffentlichkeit mit Aktionen, Publikationen und wichtigem Hintergrundwissen über die Thematik und Proplematik von Kleinwaffen Informiert. Ziel der Arbeit des DAKS ist es, mit eigenen Worten: „die politischen Verantwortlichen aufzufordern, effektive gesetzliche Grundlagen und Kontrollverfahren durchzusetzen, um deutsche Rüstungsexporte zu verhindern.

Diesen Monat:

Roman Deckert über die im Dezember erschienenen Rüstungsexportberichte von Bundesregierung und GKKE

Forderung des Papstes nach Reduzierung der weltweiten Militärausgaben

Immer noch ungeklärte Herkunft georgischer G36

Und mehr.

 

Weitere Informationen zum DAKS und das Link zum Newsletter:

DAKS

http://www.rib-ev.de/?page_id=197

DAKS-Newsletter

http://www.rib-ev.de/?p=694#more-694

 

 

Januar 2, 2009

Rüstungsexportbericht 2007 – „Kein Trend zum besseren“

 

Am 17. Dezember 2008 präsentierte die Bundesregierung ihren „Rüstungsexportbericht“, für das Jahr 2007 (Rüstungsexportbericht 2007 PDF). „Monate zu spät sagte Otfried Nassauer dazu -und über:Tendenz: stark steigend (Rüstungsexport weltmeisterhaft), so der Leiter des Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit (BITS). „Kein Trend zum besseren“, hieß es in einer Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag (Pressemitteilung). Und auch die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) kommt in einem eigenem Rüstungsexportbericht zu der Feststellung: „… keine Trendwende in Sicht.“

Der Trend:

Ausfuhrgenehmigungen von Rüstungsgütern nimmt zu

Unverändert hohen Anteil von Exportbewilligungen in Entwicklungsländer und Krisenregionen - Verstoß gegen den EU-Verhaltenskodex für Rüstungsexporte

Export von Kleinwaffen in alle Welt boomt -Vorjahresrekord übertroffen

Die Ausfuhrgenehmigungen von Rüstungsgütern aus deutscher Produktion belaufen sich nach Recherchen der GKKE im Jahr 2007 auf 8,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr, in dem Rüstungsexporte im Wert von 7,7 Milliarden € bewilligt wurden, ist das eine Steigerung um 13 %.

Der Anteil von Exportbewilligungen in Länder die von der OECD als Entwicklungsland eingestuft werden, beläuft sich mit 910,3 Mio. Euro auf mehr als 24 % der einzeln erteilten Ausfuhrgenehmigungen. Kritisiert die GKKE.

Erneut sind Lieferungen in erheblichem Umfang in Länder genehmigt worden, die in schwere interne oder grenzüberschreitende Gewaltkonflikte verwickelt sind. So zum Beispiel nach Afghanistan in Höhe von 180 Mio. Euro und an den Irak in Höhe von 6,8 Mio. Euro. Pakistan in höhe von 163,8 Mio. Euro.

Als äußerst Profitabel erweist sich das Geschäft mit Kleinwaffen, dessen Wert sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt hat. Die passende Munition hat sich im Vergleich zu 2006 mehr als verneunfacht.

10.381 Maschinenpistolen an 45 Länder wurden genehmigt. 19.000 Sturmgewehre in 34 Staaten „Made in Germany“ steht häufiger im Innenleben der Waffen als auf der Außenhaut.
So Otfried Nassauer.

Das Ziel einer restriktiven Ausfuhrpolitik wird weiterhin verfehlt.“ So die GKKE. „Fehlanzeige“, stimmt der Friedensratschlag mit ein, und spricht von einem „politisch-moralischen Offenbarungseid der Bundesregierung“. Seit Jahren betonen die deutschen Regierungen „gebetsmühlenartig“ wie restriktiv sie den Rüstungsexport handhaben würden.

Aus der amtlichen Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministerium: „Genehmigungen wurden erst nach eingehender Prüfung im Einzelfall erteilt und nachdem insbesondere sichergestellt wurde, dass deutsche Rüstungsgüter nicht für Menschenrechtsverletzungen missbraucht werden oder zur Verschärfung von Krisen beitragen.“  

Auch durch Wiederholung wird diese Falschaussage nicht richtig, denn die Zahlen sprechen eine gegenteilige Sprache: SIPRI ermittelte 2007 für die Bundesrepublik Deutschland den höchsten Rüstungsexportwert seit 1949!“. Stellen die Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag Dr. Peter Strutynski (Kassel) und Lühr Henken (Hamburg) fest. Und weiter: „In ihren heute noch gültigen Rüstungsexportrichtlinien vom 19. Januar 2000 hat sich die Bundesregierung verpflichtet, bei der Genehmigung von Waffenverkäufen die „Menschenrechte im Bestimmungs- und Endverbleibsland“ zu „beachten“. Diese gute Absicht ist nie eingelöst worden. Insofern stellt der jüngste Rüstungsexportbericht einen politisch-moralischen Offenbarungseid der Bundesregierung dar: Oberstes Gebot ist die Ankurbelung des Exports – egal wohin.“

Und der boomt!

SIPRI platziert Deutschland auf einer Rangliste für Rüstungsexporte-Weltweit auf Platz 3 und auf der Rangliste für Rüstungsexporte innerhalb der EU führt Deutschland das „Feld“ an. Platz 1.  

Die Bürgerkriege und Massaker dieser Tage werden mit russischen Kalaschnikoffs und deutschen Gewehren von Heckler & Koch bestritten.“ Friedensratschlag

 

Mehr zum Rüstungsexportbericht:

  • http://www.rib-ev.de/?p=667#more-667

    RüstungsInformationsbüro mit der Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums und der Pressemitteilung von Amnesty International und Oxfam

 

 

Dezember 7, 2008

DAKS-Kleinwaffen-Newsletter Dezember 2008

 

Quelle und weitere Information zum Deutschen Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen -DAKS unter http://www.rib-ev.de/

Diesen Monat:

Robert Lindner berichtet in einem Interview über die Verhandlungen zu einem Arms Trade Treaty in New York. An den ersten Sitzungen nahm er selbst teil, so dass er Hintergrundinformationen über die verschiedenen Verhandlungspositionen darstellen kann.

Noch immer nicht erschienen ist Rüstungsexportbericht der Bundesregierung für das Jahr 2007. Und weil das wahrscheinleich auf eine Verschleppung zurückzuführen ist (eine schriftliche Frage durch MdB Winfried Nachtwei weist in diese Richtung) ist auch dieser Umstand als solcher ein näheres Hinschauen wert.

Weitere Artikel beafassen sich mit der Ausrüstung der britischen Polizei mit Elektroschock-Waffen der Marke “Taser”, der Debatte über die Aufbewahrung von Armeewaffen in der Schweiz und – Weihnachten naht – mit der Auswirkung von Killer-Spielen auf die Psyche der Spieler.

DAKS Newsletter Dezember 2008 (PDF, 255KB)

 Monatlich gibt das Deutsche Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS) einen Newsletter heraus mit dem die Öffentlichkeit über Aktionen, Publikationen und Hintergründe zur Kleinwaffenthematik informiert werden soll. DAKS ist ein Zusammenschluß verschiedener Friedens-, Menschenrechts und entwicklungspolitischer Gruppen und Organisationen. Ziele dieser Zusammenarbeit sind auf die weltweite Problematik der Kleinwaffen aufmerksam zu machen und die politisch Verantwortlichen aufzufordern, effektiv gesetzliche Grundlagen und Kontrollverfahren durchzusetzen, um deutsche Rüstungsexporte zu verhindern.

http://www.rib-ev.de/

Nächste Seite »

Bloggen Sie auf WordPress.com.