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Januar 18, 2009

DAKS-Kleinwaffen-Newsletter Januar 2009

 

Auch in diesem Monat möchte ich auf die Arbeit des Deutsches Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS) aufmerksam machen. Monatlich erscheint auf der Internetseite des RüstungsInformationsBüro (RIB) der DAKS-Newsletter, der die Öffentlichkeit mit Aktionen, Publikationen und wichtigem Hintergrundwissen über die Thematik und Proplematik von Kleinwaffen Informiert. Ziel der Arbeit des DAKS ist es, mit eigenen Worten: „die politischen Verantwortlichen aufzufordern, effektive gesetzliche Grundlagen und Kontrollverfahren durchzusetzen, um deutsche Rüstungsexporte zu verhindern.

Diesen Monat:

Roman Deckert über die im Dezember erschienenen Rüstungsexportberichte von Bundesregierung und GKKE

Forderung des Papstes nach Reduzierung der weltweiten Militärausgaben

Immer noch ungeklärte Herkunft georgischer G36

Und mehr.

 

Weitere Informationen zum DAKS und das Link zum Newsletter:

DAKS

http://www.rib-ev.de/?page_id=197

DAKS-Newsletter

http://www.rib-ev.de/?p=694#more-694

 

 

Januar 2, 2009

Rüstungsexportbericht 2007 – „Kein Trend zum besseren“

 

Am 17. Dezember 2008 präsentierte die Bundesregierung ihren „Rüstungsexportbericht“, für das Jahr 2007 (Rüstungsexportbericht 2007 PDF). „Monate zu spät sagte Otfried Nassauer dazu -und über:Tendenz: stark steigend (Rüstungsexport weltmeisterhaft), so der Leiter des Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit (BITS). „Kein Trend zum besseren“, hieß es in einer Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag (Pressemitteilung). Und auch die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) kommt in einem eigenem Rüstungsexportbericht zu der Feststellung: „… keine Trendwende in Sicht.“

Der Trend:

Ausfuhrgenehmigungen von Rüstungsgütern nimmt zu

Unverändert hohen Anteil von Exportbewilligungen in Entwicklungsländer und Krisenregionen - Verstoß gegen den EU-Verhaltenskodex für Rüstungsexporte

Export von Kleinwaffen in alle Welt boomt -Vorjahresrekord übertroffen

Die Ausfuhrgenehmigungen von Rüstungsgütern aus deutscher Produktion belaufen sich nach Recherchen der GKKE im Jahr 2007 auf 8,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr, in dem Rüstungsexporte im Wert von 7,7 Milliarden € bewilligt wurden, ist das eine Steigerung um 13 %.

Der Anteil von Exportbewilligungen in Länder die von der OECD als Entwicklungsland eingestuft werden, beläuft sich mit 910,3 Mio. Euro auf mehr als 24 % der einzeln erteilten Ausfuhrgenehmigungen. Kritisiert die GKKE.

Erneut sind Lieferungen in erheblichem Umfang in Länder genehmigt worden, die in schwere interne oder grenzüberschreitende Gewaltkonflikte verwickelt sind. So zum Beispiel nach Afghanistan in Höhe von 180 Mio. Euro und an den Irak in Höhe von 6,8 Mio. Euro. Pakistan in höhe von 163,8 Mio. Euro.

Als äußerst Profitabel erweist sich das Geschäft mit Kleinwaffen, dessen Wert sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt hat. Die passende Munition hat sich im Vergleich zu 2006 mehr als verneunfacht.

10.381 Maschinenpistolen an 45 Länder wurden genehmigt. 19.000 Sturmgewehre in 34 Staaten „Made in Germany“ steht häufiger im Innenleben der Waffen als auf der Außenhaut.
So Otfried Nassauer.

Das Ziel einer restriktiven Ausfuhrpolitik wird weiterhin verfehlt.“ So die GKKE. „Fehlanzeige“, stimmt der Friedensratschlag mit ein, und spricht von einem „politisch-moralischen Offenbarungseid der Bundesregierung“. Seit Jahren betonen die deutschen Regierungen „gebetsmühlenartig“ wie restriktiv sie den Rüstungsexport handhaben würden.

Aus der amtlichen Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministerium: „Genehmigungen wurden erst nach eingehender Prüfung im Einzelfall erteilt und nachdem insbesondere sichergestellt wurde, dass deutsche Rüstungsgüter nicht für Menschenrechtsverletzungen missbraucht werden oder zur Verschärfung von Krisen beitragen.“  

Auch durch Wiederholung wird diese Falschaussage nicht richtig, denn die Zahlen sprechen eine gegenteilige Sprache: SIPRI ermittelte 2007 für die Bundesrepublik Deutschland den höchsten Rüstungsexportwert seit 1949!“. Stellen die Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag Dr. Peter Strutynski (Kassel) und Lühr Henken (Hamburg) fest. Und weiter: „In ihren heute noch gültigen Rüstungsexportrichtlinien vom 19. Januar 2000 hat sich die Bundesregierung verpflichtet, bei der Genehmigung von Waffenverkäufen die „Menschenrechte im Bestimmungs- und Endverbleibsland“ zu „beachten“. Diese gute Absicht ist nie eingelöst worden. Insofern stellt der jüngste Rüstungsexportbericht einen politisch-moralischen Offenbarungseid der Bundesregierung dar: Oberstes Gebot ist die Ankurbelung des Exports – egal wohin.“

Und der boomt!

SIPRI platziert Deutschland auf einer Rangliste für Rüstungsexporte-Weltweit auf Platz 3 und auf der Rangliste für Rüstungsexporte innerhalb der EU führt Deutschland das „Feld“ an. Platz 1.  

Die Bürgerkriege und Massaker dieser Tage werden mit russischen Kalaschnikoffs und deutschen Gewehren von Heckler & Koch bestritten.“ Friedensratschlag

 

Mehr zum Rüstungsexportbericht:

  • http://www.rib-ev.de/?p=667#more-667

    RüstungsInformationsbüro mit der Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums und der Pressemitteilung von Amnesty International und Oxfam

 

 

Dezember 7, 2008

DAKS-Kleinwaffen-Newsletter Dezember 2008

 

Quelle und weitere Information zum Deutschen Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen -DAKS unter http://www.rib-ev.de/

Diesen Monat:

Robert Lindner berichtet in einem Interview über die Verhandlungen zu einem Arms Trade Treaty in New York. An den ersten Sitzungen nahm er selbst teil, so dass er Hintergrundinformationen über die verschiedenen Verhandlungspositionen darstellen kann.

Noch immer nicht erschienen ist Rüstungsexportbericht der Bundesregierung für das Jahr 2007. Und weil das wahrscheinleich auf eine Verschleppung zurückzuführen ist (eine schriftliche Frage durch MdB Winfried Nachtwei weist in diese Richtung) ist auch dieser Umstand als solcher ein näheres Hinschauen wert.

Weitere Artikel beafassen sich mit der Ausrüstung der britischen Polizei mit Elektroschock-Waffen der Marke “Taser”, der Debatte über die Aufbewahrung von Armeewaffen in der Schweiz und – Weihnachten naht – mit der Auswirkung von Killer-Spielen auf die Psyche der Spieler.

DAKS Newsletter Dezember 2008 (PDF, 255KB)

 Monatlich gibt das Deutsche Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS) einen Newsletter heraus mit dem die Öffentlichkeit über Aktionen, Publikationen und Hintergründe zur Kleinwaffenthematik informiert werden soll. DAKS ist ein Zusammenschluß verschiedener Friedens-, Menschenrechts und entwicklungspolitischer Gruppen und Organisationen. Ziele dieser Zusammenarbeit sind auf die weltweite Problematik der Kleinwaffen aufmerksam zu machen und die politisch Verantwortlichen aufzufordern, effektiv gesetzliche Grundlagen und Kontrollverfahren durchzusetzen, um deutsche Rüstungsexporte zu verhindern.

http://www.rib-ev.de/

November 10, 2008

DAKS-Kleinwaffen-Newsletter November 2008

 

Quelle und weitere Information zum Deutsche Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen -DAKS unter http://www.rib-ev.de/

Diesen Monat:

Roman Deckert berichtet über die weiterhin ausbleibende Untersuchung zu den G36-Gewehren in Georgien und über Heckler & Koch (HK) Waffen in Südostasien und über eine Kampagne von FriedensaktivistInnen in Nottingham, die sich für eine Schließung der dortigen HK-Niederlassung einsetzen. Ohne Rüstung Leben lädt zu einem Aktionsseminar anlässlich des 60. Firmenjubiläums von Heckler & Koch ein. Und Robert Lindner informiert uns über die aktuellen UN-Verhandlungen zu einem “Arms Trade Treaty”. Weitere Artikel befassen sich u.a mit Kleinwaffenexporten aus der Schweiz und mit der Ausweitung der Zusammenarbeit von Militär, Polizei und zivilen staatlichen Hilfsorganisationen.

DAKS-Kleinwaffen-Newsletter November 2008 (PDF, 250KB)

Monatlich gibt das Deutsche Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS) einen Newsletter heraus mit dem die Öffentlichkeit über Aktionen, Publikationen und Hintergründe zur Kleinwaffenthematik informiert werden soll. DAKS ist ein Zusammenschluß verschiedener Friedens-, Menschenrechts und entwicklungspolitischer Gruppen und Organisationen. Ziele dieser Zusammenarbeit sind auf die weltweite Problematik der Kleinwaffen aufmerksam zu machen und die politisch Verantwortlichen aufzufordern, effektiv gesetzliche Grundlagen und Kontrollverfahren durchzusetzen, um deutsche Rüstungsexporte zu verhindern.

http://www.rib-ev.de/

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